Reisebericht von KM und PetKla
© PetKla 01.201023.12.2009 – 17.01.2010 Karibik & Kap Hoorn
23.12.2009 Mittwoch – Anreise4:00 Uhr, der Wecker klingelt, endlich ist es soweit. Wir haben Urlaub.
Wie immer haben wir uns ein Taxi bestellt, nur ist es diesmal 20 Minuten zu früh. Bei 15 Grad minus und Eisglätte hatten wir es anders erwartet.
Den Kaffee noch schnell austrinken, dann geht es lost zum Flughafen Berlin Tegel.
Der Flug geht von Berlin über Madrid nach Miami, jedoch muss unser Ticket noch freigegeben werden. Kleine Probleme löst Iberia schnell. Wir starten mit 30 Minuten Verspätung, die Flugzeit soll wegen schlechtem Wetter 30 Minuten länger dauern, der Anschlussflug wurde 1 Stunde und 30 Minuten vorverlegt. Wir ahnen bereits jetzt was uns erwartet, Flieger nach Miami ade!!!! Wir landen in Madrid in Terminal TS, Abflug ist in T4S. Angegebene Transferzeit 65 Minuten. Wir haben aber nur 15 Minuten. Im Eiltempo geht es zur Schnellbahn, wir quetschen uns hinein, dann im Dauerlauf zur Sicherheitskontrolle, kurzer Blick zur Tafel, unser Flug steht noch auf boarding. Wartet Iberia auf uns oder haben die immer Verspätung. Wir kommen total verschwitzt und ohne Puste am Gate an. Die Maschine ist noch da und unsere Plätze sind auch noch nicht an die Warteliste vergeben.
Kurzer Hinweis zum Service Flug Berlin-Madrid, kann man nichts Negatives berichten. Es gab keinen Service. Tasse Kaffee?? Glas Wasser?? Kann man kaufen ab € 2,00. Die alte angegammelte Maschine von Madrid nach Miami ist jedoch mit einem besseren Service ausgestattet. Etwa 2 Stunden nach dem Start ist es endlich soweit und es gibt etwas zu trinken und die übliche Auswahl zwischen Pasta oder Chicken. 10,5 Stunden nach Miami erschien uns etwas lange, aber schneller wollte die Maschine nicht mehr auf ihre alten Tage fliegen.
Beim freundlichen Immigrations-Mensch hinterlassen wir unsere Fingerabdrücke, die Wartezeit war gerade noch akzeptabel.
Endlich stehen wir am Kofferband und sehen uns die endlose Schlange vorüberziehender Koffer an. Unsere beiden, knallig-orangenen Koffer sind aber nicht dabei. Langsam dämmert es uns. Unser ungutes Gefühl hat uns nicht betrogen.
Lost & Found, die angenehmen Büro´s kennen wir ja. Im Miami gibt es neben den Kofferbändern kleine Ablagen mit einen Bildschirm und Tastatur an denen mitten im Trubel der Passagiere die fehlenden Gepäckstücke registriert werden. Irgendwann sind auch wir an der Reihe. Die Koffer stehen in Madrid. Wann kommen sie nach Miami? Da weiß er nicht, der nette Mensch.
Nur mit Handgepäck belastet fahren wir mit dem Shuttlebus zur Alamo-Station. Nach kurzer Zeit fahren wir mit einem Dodge Caliber über die Interstate 95 Richtung Fort Lauderdale, wo wir im Hotel Galerie One eine Suite reserviert haben.
24.12.2009 Donnerstag – Fort LauderdaleEin angenehmes Hotel, ein schönes Frühstück, alles könnte so schön sein.
Die Iberia-Hotline ist nicht erreichbar, nur die freundliche Stimme einer spanisch sprechenden Wartschleife. Im Internet erfährt man schon mehr. Der Vorgang unserer Koffer ist bekannt und das wir am 17.01.2010 von Santiago zurück fliegen steht auch in der Maske. Wir wollen unsere Koffer aber jetzt haben. Ich will mich wieder einmal rasieren.Wir fahren zur Saw Grass Mills und kaufen ein paar Dinge, die wir in den nächsten beiden Tagen brauchen. Denn morgen ist Weihnachten und alle Geschäfte haben geschlossen. Marlis & Dieter sind bereits eingetroffen und gemeinsam verbringen wir den Heiligen Abend.
25.12.2009 Freitag- Fort LauderdaleWir fahren bei strahlendem Sonnenschein durch das nördliche Fort Lauderdale, eine schöne Stadt in der man auch gern einen Strandurlaub vor einer Kreuzfahrt verbringen kann. Zurück im Hotel kann ich im Internet die frohe Nachricht lesen, unsere Koffer sind eingetroffen. Schnell hole ich sie an der Rezeption ab und jetzt kann der Urlaub etwas entspannter werden.
Martine & Thomas kommen zu einem Abendessen in unser Hotel, schön am Weihnachtsabend mit KF-Freunden zusammenzusitzen.
26.12.2009 Samstag – Einschiffung Celebrity CenturyAuf dem Weg nach Miami fahren wir noch kurz am Port Everglades vorbei. Die Oasis ots hat Gesellschaft von der Independence ots, auch Costa und Princess warten auf neue Passagiere.
Bereits um 11:30 Uhr steigen wir am Hafen von Miami aus dem Alamo-Shuttle-Bus aus. Die Celebrity Century erwartet uns. Innerhalb von 10 Minuten sind die Koffer abgegeben, wir sind eingecheckt und das Willkommensfoto ist auch erledigt. So schnell sollte das Einschiffen immer gehen und gern nehmen wir den Sekt zur Begrüßung an.
Die Majesty ots, die Carnival Liberty und die NCL Pearl liegen auch bereit. Wir essen einen kleinen Salat und pünktlich um 13:00 Uhr werden die Kabinen freigegeben. Nach einem ersten Rundgang sind auch die Koffer vor der Kabine und wir richten uns häuslich ein.
27.12.2009 Sonntag - Key WestWir sind schon früh in Key West angekommen, aber ein erstes Frühstück auf der Century im Buffet-Restaurant genießen wir ohne Eile.
Keine eng gestellten Tische und ständig werden die freigewordenen Tische abgeräumt und abgewischt. Die bei Celebrity üblichen Buffet-Reihen werden durch die Eierstation ergänzt. Für uns neu sind die frisch zubereiteten Eggs-Benedict in sechs verschiedenen Varianten. Kaffee- und Saftstation, Porzelangeschirr so wie wir es gewohnt sind. Heute finden wir auch schnell einen freien Tisch, wahrscheinlich sind schon etliche Passagiere von Bord. Bei bedecktem Himmel verlassen wir die Century.
Wir liegen am hinteren Pier und fahren mit dem kostenlosen Shuttle in die City. Duval-Street, Hemmingway-House, in Key West ist alles zu Fuß erreichbar. Bei strahlendem Sonnenschein legt die Century um 14:00 Uhr ab. Das Pooldeck ist überfüllt, wie wir es selten gesehen haben. Der niedrige Altersdurchschnitt macht sich natürlich im Bordleben bemerkbar. Ein Glas Champagner und ein Glas Rotwein im Captains-Club und danach gehen wir zum Abendprogramm über.
28.12.2009 Montag - CozumelStrahlender Sonnenschein und karibische Temperaturen. Das Pooldeck ist wieder komplett belegt. Die Pool-Butler machen immer wieder nur mit Handtüchern belegte Liegen frei, so findet jeder noch ein passendes Plätzchen. Noch vor 12 Uhr kommt Cozumel in Sichtweite. Bis zum Abend hat jeder Zeit einen gebuchten Ausflug zu unternehmen oder selbst etwas zu organiserien.
Obwohl die Carnival Ecstasy und die Carnival Dream im Hafen liegen, stehen ausreichend Taxis bereit. Autovermietungen bieten z. B. einen Jeep für $ 50 pro Tag an. Schnorcheln, Tauchen, Glasbodenboot, dass sind die Standardaktivitäten, die direkt am Hafen angeboten werden. Im Delphinarium kann man mit Delphinen schwimmen, jedoch entsprechen die Becken sicher nicht dem Platzbedarf dieser schönen Tiere.
Wir laufen ein paar Kilometer in die City ($ 7 mit dem Taxi) und beobachten das bunte Treiben bei einem kühlen Getränk. Ausgeruht spazieren wir wieder zurück zur Century.
29.12.2009 Dienstag – SeetagWir haben heute einen Seetag, denn wir müssen von Cozumel bis Miami zurück. Um 9 Uhr haben wir noch einen leicht wolkigen Himmel, doch die Sonne kämpft sich allmählich durch. Unsere Balkonkabine 8088 hat gefühlt eine ausreichende Größe. Ein großes Doppelbett, ein (Schlaf-)Sessel, ein Tischchen und ein weicher Sessel vor dem Schminkspiegel. Der Flachbildschirm ist in die Holzverkleidung der Wand integriert, Ablagen und ein 3-türiger Schrank bieten ausreichend Platz. Das Bad ist wie wir es gewohnt sind, der unangenehme Duschvorhang hat jetzt in der Mitte einen Bogen, um mehr Abstand zu bekommen. Die Schiebetür zum Balkon hat einen Feststeller bekommen. Das klappern bei Wind ist jetzt vorbei. Zwei Stühle und ein hoher Tisch bestücken den Balkon, mehr passt auch nicht drauf.
Wir sind zufrieden, obwohl wir ungewohnte Geräusche aus den Nachbarkabinen hören. Der Kabinenservice ist freundlich, ziemlich gründlich und drapiert auch unwichtige Dinge in nette Figuren.
Das Hauptrestaurant befindet sich auf zwei Ebenen. Der hohe Geräuschpegel kann auch von dem jungen Passagierdurchschnitt kommen. Guter Service und geschmackvolle Speisen, wir fühlen uns an unserem 4er-Tisch sehr wohl. Auffallend ist die große Anzahl an kleinen Tischen. 10er oder sogar 12er-Tische sind eher die Ausnahme. Die Tische stehen nicht gedrängt und bieten genügend Abstand zum bequemen Durchlaufen. Wie überall möglich kam auch bei uns eine nur lauwarme Suppe auf den Tisch. Ein kurzer Hinweis und sie wurde schnell getauscht.
Bei dieser Kurzkreuzfahrt gab es einen Galaabend, aber keinen kulinarischen Höhepunkt.
Im Online-Office stehen zahlreiche PC´s zur Verfügung, jedoch ist eine Internetverbindung so schleppend und langsam, dass man nur die notwendigen Dinge erledigen kann.
30.12.2009 Mittwoch – AusschiffungHeute ist unsere Kurzkreuzfahrt zu Ende. Wir haben Miami pünktlich erreicht und gehen um (8.30 Uhr zu unserer Sammelstelle. Obwohl wir 10 Minuten zu früh sind, können wir sofort von Bord. Schnell geht es durch die Immigration und dann zu den Kofferbändern unserer Ausschiffungsfarbe. Unser Gepäck fährt schon spazieren. Da der Transfer vom Schiff teurer als ein Taxi ist, fahren wir bequem mit einem der zahlreichen Taxis zum Flughafen.
Vor uns liegt ein langer Tag auf dem Miami-Airport, denn unser Flug geht es um 20:30 Uhr nach Buenos Aires.
31.12.2009 Donnerstag – Anreise Buenos AiresEin Nachtflug es etwas angenehmer und so sind wir nach 8,5 Stunden Flug von Miami in Buenos Aires morgens um 8:00 Uhr mit kleiner Verspätung gelandet.
Der KFK hat mit seinem Ausflugspartner ein Vorprogramm organisiert, in dem auch der Transfer zum Hotel beinhaltet ist. Gleich am Ausgang werden wir erwartet und dann geht es in einer halben Stunde zum Hotel.
Das Hotel Elevage hat eine optimale Lage und wir sind mit Zimmer, Service und Frühstück zu frieden. Bei strahlendem Sonnenschein machen wir einen ersten Rundgang. Wir gehen durch die Fußgängerstraße Florida zum alten Hafen, trinken etwas in einer Straßenkneipe, essen eine Kleinigkeit und dann wieder zum Hotel. Um 18:00 Uhr treffen wir uns mit Gabriele und Karl-Heinz.
Die Suche nach einem Restaurant für unser gemeinsames Abendessen ist etwas schwierig. Es ist Silvester und die offenen Restaurants haben fast nur reservierte Plätze für ein komplett gebuchtes Abendprogramm. Um 23:30 Uhr holen wir Gabi und Bernhard vom Hotel ab. Beide sind gerade vom Flughafen gekommen.
Argentinien, Buenos Aires, verwinkelte Gassen, eine Straßenkneipe, hier stoßen wir pünktlich um 0:00 Uhr mit Sekt auf ein neues Jahr an. Musik, ab und zu ein Silvesterknaller, der Wirt bringt uns Rosinenkuchen, ein Brasilianer wünscht uns happy new year. Es ist ein buntes Treiben in den dunklen Gassen. Um noch größere Rundgänge zu unternehmen sind wir alles zu kaputt und gehen müde in unser Hotel.
01.01.2010 Freitag – Buenos AiresPünktlich werden wir vom Hotel mit einem Kleinbus abgeholt. 3 Stunden lang geht es durch die City von Buenos Aires. Unsere deutschsprachige Reiseleitung gibt uns zu allen interessanten Gebäuden ihre Erklärung. Sie erzählt einiges zur Geschichte und wir machen immer wieder Fotostops.
Am Abend haben wir eine Tango-Show mit argentinischem Essen bestellt. Mit einem Bus geht es zum Tango-Porteno und es ist ein schöner Abend. Wir haben einen 6er-Tisch und einen guten Blick zur Bühne.
02.01.2010 Samstag – Buenos AiresHeute ein Ausflug mit Bootsfahrt im Delta des Tigre. Wir fahren nicht nur über die großen Straßen, sondern sehen auch die kleinen Palais in den Seitenstraßen. Wieder gibt es deutsche Erklärungen und Hinweise zur Entwicklung in dieser vielfältigen Stadt. Am Bootshafen herrscht ein buntes Durcheinander, aber schnell werden wir zu unserem Boot gebracht und starten dann zu einer interessanten Tour durch die Inselwelt.
03.01.2010 Sonntag – Einschiffung Celebrity InfinityUnser Transfer zum Hafen beginnt planmäßig, nur das richtige Terminal zu finden, da hat unser Fahrer einige Probleme. Wir erhalten die Kofferanhänger, geben unser Gepäck ab und dann geht es zum Check-In. Schnell haben wir unseren SeaPass und können an Bord der Infinity. Zum Empfang ein Glas Orangensaft oder Champagner und dann zum Buffet auf Deck 10.
Um 13:00 Uhr werden die Kabinen freigegeben und wir können unser Handgepäck ablegen. Die Kabine hat ausreichende Größe mit einem Doppelbett, kleines Sofa, Tisch, Frisierkommode und einen dreitürigen Schrank. Der große Balkon ist bereits mit zwei Liegen, 2 Stühlen und einem Tisch bestückt. Unsere Kabine 6030 kennen wir bereits von anderen Schiffen der Millenniumklasse und nutzen gern den Vorteil des großen Balkons.
Zusammen mit Gabi und Bernhard fahren wir mit dem Taxi noch mal in die Stadt. Zu Fuß darf man das Hafengelände nicht verlassen, da wir aber erst morgen Abend ablegen, wollen wir die Zeit im interessanten Buenos Aires verbringen.
04.01.2010 Montag – Buenos AiresNach dem Frühstück, es ist am ersten Tag wie fast immer noch etwas turbulent im Buffetrestaurant, fahren wir mit dem kostenlosen Shuttlebus zum alten Terminal. Hier hat gestern die NCL Sun gelegen. Von dort kann man zu Fuß in die Stadt gehen. Wir besichtigen den Bahnhof und fahren mit der U-Bahn in das italienische Viertel. Um 19:00 Uhr verlassen wir Buenos Aires und fahren den Rio de la Plata flussabwärts.
Gestern Abend hatte ich mit dem Maitre D gesprochen, um für uns einen 6er-Tisch zu bekommen. Es hat heute mit dem Tausch funktioniert und auch unser Kellner bzw. Hilfskellner ist jetzt ein eingespieltes Team. Die Speisekarte, wir waren ja gerade vor 1 Woche noch auf der Century, hat sich vom Celebrity-Standard geändert. Neue leckere Vorspeisen, Suppen und Hauptgerichte werden angeboten.
05.01.2010 Dienstag – MontevideoWir sind noch vor dem Frühstück in Montevideo in der Hauptstadt von Uruguay angekommen. Die City liegt direkt am Hafen und man kann zu Fuß die wenigen Sehenswürdigkeiten ablaufen. Die alte Markthalle sollte man nicht übersehen. Hier sind jetzt zahlreiche Restaurants in denen an offener Flamme gegrillt wird. Ein Strand ist nicht zu Fuß erreichbar und in dem braunen Fluss baden, dass sollte auch bei 27 Grad nicht angenehm sein. Um 19:00 Uhr starten wir Richtung Punta del Este. Die Geschäfte, Boutiquen und das Casino werden geöffnet. Der Bereich mit den PC´s war bereits zur Nutzung freigegeben, jedoch ist die Geschwindigkeit extrem langsam und bereits das Aufrufen der Email-Übersicht erfordert 30 Minuten. Im Theater gibt es heute die Broadway-Show und in der Connstellation-Lounge beschließen wir einen schönen Tag.
06.01.2010 Mittwoch – Punta del EsteWir erreichen Punta del Este um 7:00 Uhr. Das St. Tropez Südamerikas werden wir aber nicht zu sehen bekommen. Es sollte getendert werden, jedoch hat die Hafenbehörde den Hafen geschlossen. Windgeschwindigkeit bis 50 km/h, da sind die Wellen einfach zu hoch und die Infinity nimmt Kurs auf Puerto Madryn.
Mit voller Kraft fahren wir aus der Schlechtwetter-Zone raus und wir haben einen herrlichen Seetag. Die Sonne brennt und jede ungeschützte Stelle hat schnell einen Sonnenbrand. Um 16:00 Uhr öffnet der Michael´s Club für Elite-Member des Captain-Club seine Türen. In angenehmer Atmosphäre werden Wein, Drinks, Cocktails und auch Häppchen serviert. Von den 176 deutschen Passagieren sind anscheinend nur Gabi, Bernhard und wir im Elite-Status. Ein angenehmer Service, ein willkommenes Dankeschön für die Stammkunden.
07.01.2010 Donnerstag – SeetagHeute ist der geplante Seetag von Uruguay nach Puerto Madryn. Strahlender Sonnenschein und man kann den Balkon oder das Sonnendeck voll nutzen. Die Sonne ist jedoch gefährlich stark und ein guter Sonnenschutz ist erfoderlich.
Wir haben heute unseren ersten Gala-Abend und kaum einer kommt unpassend gekleidet. Das Essen im Trellis-Restaurant ist wie immer schmackhaft, das Chateaubriand könnte etwas heißer sein, aber das sind nur Kleinigkeiten. Unser Waiter bringt die Zitronenscheiben, der Sommelier kommt pünktlich und vor dem Dessert werden die Nachspeisen-Muster vorgeführt. Nach einer heißen Tasse Kaffee wechseln wir in die Constellation-Lounge.
08.01.2010 Freitag – Puerto MadrynPuerto Madryn erreichen wir um 7:00 Uhr und gehen nach einem gemütlichen Frühstück von Bord. Keine Taxi´s, nur wenige Tourenangebote und ein kostenloser Shuttle in die Innenstadt. Ein paar Geschäftstraßen, eine Strandpromenade, Puerto Madryn hat nicht viel zu bieten. Ausflüge über Celebrity hätten $ 130 bis $ 275 gekostet. Aber 5 Stunden Busfahrt war uns nicht wirklich interessant genug.
Schnell nehmen wir einen Cosmopolitan und einen Michael Angelo im Michael´s Club zu uns. Um 17:00 Uhr legt die Infinity mit Kurs auf Kap Hoorn ab.
09.01.2010 Samstag – SeetagHeute hatten wir eine stürmische Nacht und die Infinity hat sich schaukelnd durch die Wellen gekämpft. Der Vormittag ist noch etwas trübe und bedeckt, doch am Nachmittag ist wieder strahlender Sonnenschein.
Mittags wurde es in der Constellation-Lounge voll. Kapitäns-Einladung für alle Captains-Club Member. Die Offiziere sind dabei, das Orchester spielt, Häppchen von Crepe bis Sushi und Sekt oder Cocktails werden reichlich serviert. So ausgiebig hatten wir schon lange keinen Kapitäns-Empfang. An Bord sind wie fast immer alle Nationen vertreten. Ca. 600 Amerikaner, gefolgt von vielen Argentiniern und Brasilianern und 176 Deutsche. Von einer Vielzahl an Captains-Club Member gibt es nur 70 Elite Member und davon nur 4 deutsche.
10.01.2010 Sonntag – Kap HoornBei strahlendem Sonnenschein, aber nur 6 Grad C, erreichen wir die Insel Kap Hoorn. In langsamer Fahrt umrunden wir das fast unbewohnte, südlichste Stück von Chile und nehmen dann Kurs auf Ushuaia.
11.01.2010 Montag – UshuaiaAm Ende der Welt, so heißt es in Ushuaia, der südlichsten Insel des amerikanischen Kontinents.
Petra hat hier einen Ausflug über Celebrity gebucht und so sitzen wir bereits um 8:15 Uhr im Theater und warten bis unsere Tour aufgerufen wird. Leider regnet es etwas als wir zum Katamaran geführt werden. So regnerisch wird es leider den ganzen Tag bleiben. Die Bootsfahrt geht im Beagle-Canal an einigen kleinen Inseln vorbei, die von Kormoranen bewohnt werden. Wir sehen Seelöwen und hören interessante Informationen zum Beagle-Canal. Nach dem Anlegen geht es mit dem Bus weiter durch das Naturschutzgebiet. Fotostops und wieder Informationen über Geschichte, Fauna und Flora hier von der Insel auf der Ushuaia liegt. Wir steigen auf der Rückfahrt bereits in der City aus und durchlaufen im Regen die wenigen Hauptstraßen.
12.01.2010 Dienstag – Punta ArenasHeute liegen wir auf Reede und es wird getendert. Mit unseren VIP-Tenderkarten sitzen wir sechs im Kino und werden ohne langes anstehen nach Tender-Tickets zu noch einem freien Boot geführt. Wir haben keinen Ausflug gebucht, denn im Hafen und auch im Bereich davor werden genügend Möglichkeiten angeboten. Die Sonne scheint heute wieder, eine Zodiak-Fahrt wird wegen der rauen See und dem eisigen Wind nicht angeboten. Wir entscheiden uns für eine Tour für $ 200 für uns 6 Personen in einen VAN. 4 Stunden mit einem freundlichen Fahrer und einem Auto das seine besten Jahre auch schon lange hinter sich hatte. Über eine Stunde fahren wir zur Küste mit den Pinguin-Kolonien. Wir haben eine Stunde für den abgesteckten Weg, vorbei an unzähligen Pinguinen, zur Verfügung. Nur wenige Zentimeter trennen uns von diesen interessanten Tieren. Es wird gebalzt und geschnattert, die Jungen werden gefüttert und eine Kolonne geht zum geht schwimmen. Es ist ein erlebnisreicher Ausflug. Zurück nach Punta Arenas gibt es noch eine 1-stündige Citytour mit dem bekannten Friedhof, dem Braun-Palast und auch zu einem hochgelegenem Aussichtspunkt mit Blick auf die Infinity.
13.+14.01.2010 Mittwoch und Donnerstag – SeetagWir fahren heute durch die Magelanstrasse bis zum Pazifik, aber dann wieder in die chilenischen Fjorde. Das Wetter klärt sich leider am Donnerstagnachmittag auf. Wir haben die südlichen Fjorde leider nur im grauen Schleier sehen können. Jetzt kommt die Sonne langsam durch den grauen Himmel und wir sehen die bewaldeten Berge zum Greifen nahe. Keine Häuser und kein bisschen Zivilation. Nur unendlich viel unberührte Natur.
15.01.2010 Freitag – Puerto MonttBereits von zu Hause haben wir für heute einen Ausflug bei einem kleinen Unternehmen gebucht. Mit unseren VIP-Tender-Karten kommen wir mit einem der ersten Tenderboote an Land und werden vor dem Hafengelände bereits erwartet. In einem Van geht es mit unserem deutschsprachigen Guide durch Puerto Montt und dann Richtung Lago Uanguihue. Wir machen immer wieder Stopps um die wunderschöne Fernsicht auf den Seen und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der Vulkane zu genießen. Es ist ein wolkenloser Himmel und so ändern wir kurzentschlossen die Route und fahren auf den Vulkan Osorno. Er ist 2650 m hoch und unter dem Gipfel ist ein Parkplatz mit Blick zum benachbarten Vulkan Puntiagudo und über den See. Es geht in vielen Serpentinen wieder hinunter und dann, vorbei an der grünen Lagune, zu den Wasserfällen des Rio de Petruhue. Wir machen einen Stopp in Pt. Varas, einer kleinen Stadt am See mit touristischem Trubel.
Pünktlich sind wir noch vor dem letzten Tenderboot zurück, können der NCL Sun zu winken und dann verlassen wir Puerto Montt.
16.01.2010 Samstag – SeetagUnser letzter Seetag ist angebrochen. Die Sonne hat sich heute durchgesetzt und alle Wolken vertrieben. Vorsichtig legen wir uns auf den Balkon, die Sonne ist durch das Ozonloch hier im Süden besonders gefährlich.
Die Koffer werden langsam unter dem Bett hervorgezogen und die inzwischen zu eng gewordene Kleidung wird verstaut.
17.01.2010 Sonntag – AusschiffungHeute ist Ausschiffung und nach dem Frühstück, es gibt das ganz normale Angebot, gehen wir zu unserem Sammelplatz in die Martini-Bar. Nach kurzer Wartezeit wird unsere Farbe aufgerufen und wir müssen leider die Infinity verlassen.
Da wir ganz am Ende des Hafengeländes liegen, bringen uns Busse zum Abfertigungsgebäude. Hier erfolgt die Einreise in Chile. Es geht alles trotz Schnüffelhunde zügig voran. Wir gehen durch die Kofferhalle zum Ausgang und kommen in ein Chaos. Taxifahrer, Ausflugsbusse, viele suchende Passagiere aber kaum ein Mensch von Celebrity. Endlich finden wir unseren Shuttlebus zum Airport, die Koffer sollen separat mit LKW´s hinterher kommen. Wir fahren 1,5 Stunden von Valparaiso bis zum Flughafen in Santiago und wieder stellen wir fest, man sollte hier in der Stadt ein paar Tage dran hängen.
Einchecken, den langen Flug mit Iberia nach Madrid überstehen, den kurzen Flug nach Berlin und dann hat uns das eisige und verschneite Deutschland wieder.
Ein schöner Urlaub ist vorbei. Es war schön, während der Zeit ab Weihnachten immer wieder mit anderen Kreuzfahrtfreunden aus unserem Forum zusammen zu sein.
Vergleicht man die Century mit der Infinity, so hat die kleinere Century einen höheren Wohlfühlfaktor, was sich aber nur in kleinen Details bemerkbar macht. Die Infinity ist von außen frisch gestrichen, jedoch müsste die Möblierung allmählich komplett ausgetauscht werden.
Die Route Karibik war zum Entspannen und Erholen optimal. Die Route um das Kap Hoorn war ein schönes Erlebnis, nur in den chilenischen Fjorden hätte das Wetter etwas besser sein können.
Als Zusammenfassung, wir haben alles richtig gemacht und freuen uns auf die nächste Kreuzfahrt.

Die Kreuzfahrten wurden gebucht im Reisebüro
Kreuzfahrt-Klaus